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Führerschein

Wann droht Führerscheinentzug bzw. ein Fahrverbot?

 

->Bei Verkehrsordnungswidrigkeiten :

-Geschwindigkeitsüberschreitung ab 31 km/h innerorts

-Geschwindigkeitsüberschreitung außerhalb ab 41 km/h

-Fahren unter Einfluss von Alkohol (mehr als 0,5 Promille)

                                             

->Nach einer Straftat oder anderen gewichtigen Gründen

-Fahrerflucht, Trunkenheitsfahrt, Verkehrsgefährdung etc.

-8 Punkte in Flensburg

-Fahrunfähigkeit aufgrund körperlicher Gebrechen

 

 


Fahrverbot

§ 25 Straßenverkehrsgesetz ( StVG )

(1) Wird gegen den Betroffenen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24, die er unter grober oder beharrlicher Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, eine Geldbuße festgesetzt, so kann ihm die Verwaltungsbehörde oder das Gericht in der Bußgeldentscheidung für die Dauer von einem Monat bis zu drei Monaten verbieten, im Straßenverkehr Kraftfahrzeuge jeder oder einer bestimmten Art zu führen. Wird gegen den Betroffenen wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 24a eine Geldbuße festgesetzt, so ist in der Regel auch ein Fahrverbot anzuordnen.

(2) Das Fahrverbot wird mit der Rechtskraft der Bußgeldentscheidung wirksam. Für seine Dauer werden von einer deutschen Behörde ausgestellte nationale und internationale Führerscheine amtlich verwahrt. Dies gilt auch, wenn der Führerschein von einer Behörde eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt worden ist, sofern der Inhaber seinen ordentlichen Wohnsitz im Inland hat. Wird er nicht freiwillig herausgegeben, so ist er zu beschlagnahmen.

(2a) Ist in den zwei Jahren vor der Ordnungswidrigkeit ein Fahrverbot gegen den Betroffenen nicht verhängt worden und wird auch bis zur Bußgeldentscheidung ein Fahrverbot nicht verhängt, so bestimmt die Verwaltungsbehörde oder das Gericht abweichend von Absatz 2 Satz 1, dass das Fahrverbot erst wirksam wird, wenn der Führerschein nach Rechtskraft der Bußgeldentscheidung in amtliche Verwahrung gelangt, spätestens jedoch mit Ablauf von vier Monaten seit Eintritt der Rechtskraft. Werden gegen den Betroffenen weitere Fahrverbote rechtskräftig verhängt, so sind die Fahrverbotsfristen nacheinander in der Reihenfolge der Rechtskraft der Bußgeldentscheidungen zu berechnen.

(3) In anderen als in Absatz 2 Satz 3 genannten ausländischen Führerscheinen wird das Fahrverbot vermerkt. Zu diesem Zweck kann der Führerschein beschlagnahmt werden.


Trunkenheit im Straßenverkehr, §§ 315 c, 316 StGB

Strafmaß bei Trunkenheit im Straßenverkehr bestraft? 

Ab 1,1 % sind Sie unwiderlegt (absolut) fahruntüchtig. Folglich werden Sie Ihren Führerschein in der Regel abgeben müssen.

Als Ersttäter müssen Sie mit einer Geldstrafe ab 40 Tagessätzen und einer Führerscheinsperrfrist ab 6 Monaten rechnen. Alle folgenloser Trunkenheitsfahrt können bei Ersttätern regelmäßig im Strafbefehlsverfahren erledigt werden. Einer Hauptverhandlung vor Gericht bedarf es zumeist nicht.


Ersttäter mit 1,6 %

Die Wiedererteilung eines Führerscheins wird an das Bestehen einer MPU (medizinisch-psychologische-Untersuchung) gebunden. Lassen Sie sich unbedingt anwaltlich beraten, denn die Durchfallquoten von MPUs sind sehr hoch und die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nicht immer selbstverständlich. Hier empfiehls sich dringend ein Vorbereitungskurs zu besuchen.


Anwalt erforderlich?

In einem Strafverfahren bzw. Bußgeldverfahren sich selbst zu verteidigen ist meist eine der größten Fehlentscheidungen, welche der Betroffene fällt.


Bedenken Sie, dass Richter und Verteidiger die gleiche Sprache sprechen und sich häufig aus anderen Verfahren bereits kennen. Diese Situation führt dazu, dass eine gute Gesprächsbasis besteht.


Selber dürfen Sie grundsätzlich Ihre Akte auch nicht einsehen. In den Akten sind wichtige Aussagen von Zeugen etc. enthalten.

Der Rechtsanwalt erhält Akteneinsicht und kann Ihre Sache eher zum Erfolg führen.

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